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Innenrenovierung der Martinskirche 2007 / 2008Hier finden Sie weitere Bilder von den Renovierungsarbeiten >>> Beschreibung der Baumaßnahme
Nach einer längeren Vorbereitungsphase wurde im Sommer 2007 die Innensanierung der Martinskirche in Angriff genommen. Mit der Leitung der Sanierung wurde Herr Architekt Peter Schell aus Plieningen beauftragt.
Während der Arbeiten gab es immer wieder unvorhergesehene Überraschungen, die zu längeren Abklärungen und zu Verzögerungen führten, so dass die Arbeiten schlussendlich erst im Februar 2008 beendet werden konnten. Einmal wöchentlich traf sich der Bauausschuss des Kirchengemeinderates mit dem Architekten und teilweise den Handwerkern, um offene Fragen kurzfristig zu entscheiden. Viele sehr zeit- und kostenintensive Tätigkeiten wurden durch engagierte Gemeindeglieder in ehrenamtlichem Einsatz an den Samstagen, teilweise sogar nach Arbeitsschluss abends durchgeführt. Dem nicht nachlassenden Eifer all dieser Helfer ist es zu verdanken, dass manches Detail, was aus Kostengründen zunächst nicht vorgesehen war, nun doch mit ausgeführt worden ist. Durch die Eigenleistungen konnten die Mehrkosten aufgefangen und der geplante Kostenrahmen eingehalten werden.
Am Sonntag 24.Februar 2008 wurde die Martinskirche mit einem festlichen Gottesdienst wieder geöffnet. Im folgenden stellen wir Ihnen die wesentlichen Punkte der Innensanierung kurz vor. BeleuchtungDie Mitte des Kirchenschiffes wird nun durch 8 neue Pendelleuchten ausgestrahlt. Die Wandlampen wurden durch neue Leuchtkörper mit Energiesparlampen ersetzt. Das Deckengewölbe im Chor bekommt durch 2 zusätzliche Strahler auf der Orgel eine ganz neue Wirkung. Und auch das Gewölbe der Sakristei kommt durch drei neue Wandstrahler besser zur Geltung. Elektroanlage und HeizungZähler- und Schaltschränke sind komplett erneuert, es wurden ca.?? km Kabel und Steuerleitungen verlegt. Die über 220 neuen Sitzbankheizungen können in 3 Stufen geregelt werden und lassen sich in einzelnen Gruppen zu- und abschalten. Auch die neuen Unterflurheizungen im Altarraum lassen sich nun in verschiedenen Stufen schalten. Zusätzliche Heizkörper an den Fenstern reduzieren die Zugluft. Eine automatisch gesteuerte Öffnung der Fensterklappen dient zur besseren Feuchtigkeitsregulierung in der Kirche. Ein übersichtliches Bedienpult am Mesnerplatz erlaubt die zentrale Bedienung der gesamten technischen Anlage. Decken und WändeDie Deckengewölbe im Chor und der Sakristei wurden durch Abreiben gereinigt, ebenso die Sandsteingewände der Kirchenfenster. Die durch Salpeter geschädigten Stellen an den Wänden wurden abgeschlagen und mit Spezialputz saniert. Wände, Treppenhäuser und die Decke im Schiff sind neu gestrichen. Wegen der Rissbildungen in der Decke, die beim Abwaschen der alten Farbe deutlich zum Vorschein kamen, musste auf alle Flächen zwischen dem Stuck vor dem Anstrich ein dünnes Flies aufgebracht werden. BödenDie Podeste im Schiff und die Böden auf den Emporen wurden gründlich abgebürstet, gereinigt und ein neue Schutzlasur aufgetragen. An mehreren Stellen, insbesondere am Haupteingang und im Mitteleingang mussten Fliesen ersetzt werden. Hierfür wurden von einer Spezialfirma Fliesen exakt in den alten Mustern und Farben hergestellt. Noch brauchbare Fliesen wurden von Hand sauber abgeklopft, gereinigt und wieder mit verwendet. Der Parkettboden in der Sakristei wurde abgeschliffen und neu eingelassen. Holz, Türen, FensterDie Außentüren wurden überarbeitet, die breiten Luftspalte reduziert. Für dichteres und besseres Schließen wurden sämtliche Schwingtüren mit neuen Lagern im Boden ausgestattet. Die Fenster in den Treppenhäusern mussten durch einen Kunstglaser grundlegend renoviert und durch eine vorgesetzte Glasscheibe abgedichtet werden. Der schon weit fortgeschrittene Holzwurmbefall wurde auf Rat der Fachfirmen durch Einsatz von Gas gestoppt. Es war für die Kirchengemeinde dabei selbstverständlich, das Gas umweltschonend wieder einzusammeln, was mit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden war. Ehrenamtliches EngagementJe nach persönlichen Möglichkeiten engagierten sich ungefähr 60 Helfer und Helferinnen von einigen Stunden bis zu vielen Tagen bei den Renovierungsarbeiten in der Kirche. Zusammen waren das ca. 1.200 Arbeitsstunden unter anderem für:
Kosten der SanierungDie Kosten dieser Sanierung betrugen ca. 340.000 Euro, wovon unsere Gemeinde ca. 200.000 Euro aus eigenen Mitteln aufbringen muss. Ein Großteil dieser Summe muss durch Spenden zusammengetragen werden, da die vorhandenen Rücklagen diese Kosten bei weitem nicht abdecken. Wir sind dankbar für jede kleine oder größere Summe !
Konto der Evang. Kirchenpflege Plieningen: |
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