|
||||
|
||||
|
Photovoltaikanlage auf dem Gemeindehaus PlieningenBegründung, ZielsetzungAls Kirchengemeinde Plieningen-Hohenheim suchen wir nach Wegen, wie wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den CO2-Ausstoss unserer Gebäude reduzieren können. Hierzu haben wir in den letzten Jahren bereits vielfältige Anstrengungen unternommen. So wurde 2006 die Heizungsregelung im Gemeindehaus Plieningen optimiert, 2007/2008 wurde im Rahmen der Innensanierung eine neue, abschnittsweise Heizungsregelung in der Martinskirche eingebaut, Anfang 2009 der 21 Jahre alte Heizungskessel im Plieninger Pfarrhaus ersetzt. Im Herbst 2009 wurde die über 20 Jahre Heizungsanlage im Gemeindezentrum in Hohenheim komplett erneuert und mit einer Einzelraum-Regelung ergänzt. Ein weiterer Schritt ist nun im Jahr 2010 die Installation einer Photovoltaikanlage auf der Südseite des Gemeindehauses in Plieningen.
Die Stromerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlage ist darüber hinaus ein konkreter Beitrag dazu, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu reduzieren. Zwar wird durch den geplanten Einkauf von Strom aus Wasserkraftwerken durch die KSE (neuer Stromlieferant der kirchlichen Einrichtungen) auch ein „politisches“ Zeichen gesetzt, im Prinzip ist dies zunächst jedoch eine reine Verschiebung innerhalb der Stromverteilung und führt nur dazu, dass andere Stromabnehmer einen höheren Anteil ihres Stromes aus Atomkraftwerken bekommen. Dagegen ist die Stromerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlage eine echte Alternative. Kenndaten der geplanten Anlage
Fläche: ca. 58 m2 Anmerkung: Aufgrund der Verschattung durch die Zehntscheuer kann nicht die gesamte Dachfläche genutzt werden. Die Verschattung durch die Zehntscheuer und 2 Bäume südöstlich des Gemeindehauses führt insgesamt zu einer Reduzierung des Ertragswertes, was in den oben genannten Werten bereits berücksichtigt ist. RealisierungDas Projekt wurde vom Umweltteam 2009 in das Umweltprogramm der Kirchengemeinde für die kommenden Jahre aufgenommen. Dieses Projekt soll ein sichtbares Zeichen der Verantwortung für die Schöpfung sein.
Als Kirchengemeinde ist uns eine möglichst breite Verankerung dieser Verantwortung wichtig. Deshalb sollen sich Menschen unserer Gemeinde an diesem Projekt beteiligen können. Außerdem soll über das Projekt und die Ergebnisse in der Öffentlichkeit berichtet werden (Gemeindebrief, örtliche Presse, Homepage etc.). Deshalb und wegen der relativ kleinen Anlage wird eine Realisierung in Eigenregie angestrebt. (Die Alternative wäre eine Beteiligungsanlage mit Gründung einer GbR, bei der die Kirchengemeinde nur das Dach zur Verfügung stellt. Der verwaltungstechnische und steuertechnische Aufwand steht hierbei jedoch nicht im Verhältnis zum Nutzen.)
Die Beteiligung und Unterstützung des Projektes durch Interessierte geschieht durch die Bereitstellung eines zinslosen Darlehens für bis zu 12 Jahre. Die Tilgung des Darlehens erfolgt aus den Erträgen der Anlage in jährlichen Raten. Vorbereitung durch den Arbeitskreis
Im Sommer 2009 hatte sich ein Arbeitskreis gebildet, der die Möglichkeit und die Bedingungen für die Installation einer Photovoltaik- Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses in Plieningen untersucht. Zu klären waren insbesondere die folgenden Punkte:
Die PLanungen konnten bis November 2009 weitgehend abgeschlossen werden. Am 1. Dezember 2009 hat der Kirchengemeinderat die Realisierung dieses Projektes beschlossen unter der Voraussetzung, dass sich genügend Gemeindeglieder an der Finanzierung durch zinslose Darlehen beteiligen.
Am 13. 01.2010 um 19:30 Uhr fand unter reger Beteiligung trotz widrigen Wetters ein Informationsabend im Gemeindehaus im Mönchhof statt. Innerhalb von nur einer Woche waren genügend Zusagen für Darlehen eingegangen!
Hans-Jürgen Siegel, Hartmut Bräuer, Michael Wörner |
|||
![]() |
||||