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KirchenäußeresDie Kirche liegt zwar am Rand des Ortes, ist aber dennoch sein historisches Zentrum. Sie bietet mit ihrem markanten geneigten Turm mit seiner achteckigen Haube und seinen grünglasierten Ziegeln auf dem lindenbeschatteten Mönchhof ein stimmungsvolles Bild. Nicht wenige Fremde besuchen sie wegen der bemerkenswerten romanischen Reliefplatten am Dachgesims. Nicht alle zweifelsfrei zu deuten. Hierzu gehört insbesondere die Mantelspende des Hl. Martin mit dem Stifter-Paar der Kirche Welf VI., Miterbauer der Stuttgarter Stiftskirche und Lehnsherr von Plieningen und seine Frau Uta von Calw, die Plieningen mit in die Ehe brachte, auf der Nordseite neben dem Turm.
Schon die Außenwände des Baus lassen auf eine wechselhafte Baugeschichte schließen. Aus romanischer Zeit stammt das Kirchenschiff mit den Rundbogenfenstern und der sorgfältig gearbeitete Bogenfries, der abwechselnd von Widder- und Menschenköpfen getragen wird.
Gotischen Ursprungs sind der Chor und die angebaute Seitenkapelle (fertig gestellt 1493) mit dem Spitzbogenfenstern und deren Maßwerk. Von 1299 stammt der Turm, welcher 1443 nach einem Brand einen neuen Turmhelm erhielt. Seit 1829 hängen drei Glocken in der Glockenstube, die älteste und größte gegossen 1582 in Esslingen. Unter dem Turm soll der Ritter Walther von Horwe ( ein verschwundener Ort bei Ruit/Ostfildern) mit seinem Sohn begraben sein, den er angeblich bei einer Sau-Jagd versehentlich getötet haben soll.
Erst 1751 wurden die scheinbar gotischen großen Fenster ins Kirchenschiff eingebaut, deren Maßwerk stammt von 1901. Die Decke mit barocken Stuckverzierungen zeigt die Wappen von Plieningen (3weiße Rosen), Württemberg ("provide et constanter" = "weise und standhaft") und des Zisterzienserklosters Bebenhausen. 1751 wurde auch die doppelstöckige Empore wegen der großen Anzahl von Gläubigen aus den Pfarrfilialen Birkach und Riedenberg eingebaut, die von außen über die sog. "Richterstaffel" (über dem Seiteneingang auf der Südseite) zugänglich war. 1901 baute man die Rundtürme für die Treppenaufgänge links und rechts des Kirchturms und ersetzte die alte Doppelempore durch die jetzt zu sehende Konstruktion.
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